Planeten Winter 2026 II

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In der 2 Jahreshälfte von 2026 wird es gegenseitige Jupitermondbedeckungen und Verfinsterungen geben. Eine Liste der Ereignisse gibt es unter:
https://www.sai.msu.ru/neb/nss/html/multisat/nssephme.htm

Aus der Liste wurde eine Auswahl günstiger Ereignisse zusammengestellt:


Als Vorbereitung wurde überlegt, ob man die Bahnen der schwachen Monde genauer untersuchen kann. Eine Verfinsterung von Amalthea wurde schon 2015 erfolgreich nachgewiesen.
Die Aufnahmen im Methanband waren damals zwar erfolgreich, erforderten aber den Einsatz des 80cm-Spiegels. Für kleinere Öffnungen wäre eine Blende zu bevorzugen. Am 27.1.26 gab es ein Experiment mit einem schwarz angepinselten Zahnstocher der weit vor einem 40mm Plössl-Okular positioniert wurde.


Die Abbildung der Konstruktion lässt am Rand schnell nach, war aber am f/16 Refraktor auf der Achse OK.


Da die inneren Monde nah bei Jupiter stehen, reicht eine scharfe Abbildung mit einem Feld von wenigen Bogenminuten aus. - Justiert wurde die Konstruktion am Mond.


Bei Jupiter ließ sich mit dieser Konstruktion auch ohne Methanbandfilter der Mond Thebe nachweisen.


Metis wäre nochmal 2 Magnituden schwächer als Thebe und steht deutlich näher am Planeten. Tests mit dem 80cm Spiegel stehen noch aus.


Bei den Jupitermonden sind Verfinsterungen ein fast ständig sichtbares Schauspiel, doch beim Saturn gibt es die nur während der Ringkantenstellung alle 14 Jahre. In der aktuellen Saison sind die Verfinsterungen von Titan schon vorbei, doch die planetennahen Monde werden erst jetzt interessant und lösen sich perspektivisch langsam vom Ring.

Am 20.1.26 war das Finsternis-Ende des zweithellsten Saturnmondes Rhea zu beobachten. Bei sehr schlechten Seeing entstanden Aufnahmeserien im Minutentakt.




Bei Jupiter gab es vom 19. bis 21.1.26 3 Nächte in Folge in denen fotografiert werden konnte. Dank brauchbaren Seeing entstanden zahlreiche neue Bilder.




Auch am 15.1.26 war das Wetter OK.


Interessant ist der Kartenvergleich mit 2 Wochen zuvor. Man sieht sehr schön wie sich die Bänder gegeneinander verschieben, welche Strukturen konstant sind und was sich verändert hat.


Bei der Lage der Streifen hat sich in den 2 Wochen nicht viel geändert:





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Liste der Mutal Events bei Jupiter unter:
https://www.sai.msu.ru/neb/nss/html/multisat/nssephme.htm