Spanien August 2026 - Tag 11 - ESOP II

Sonntag Morgen wurde über erfolgreich beobachtete
Sternbedeckungen referiert.
Konrad Guhl hatte auf Sardinien einen Treffer beim Asteroiden Didymos
der demnächst von der Raumsonde Hera angesteuert wird.
Björn Kattentidt berichtete von der erfolgreichen Beobachtung
einer Bedeckung durch 5368-Vitagliano per Smart-Teleskop.
An der Beobachtung hatte auch ich einen Anteil. Das gleiche gilt
für die Dokumentierung von Mondimpakten bei den Lyriden 2026
über die Alex Pratt berichtete. Mehrere Treffer wurden im
Rahmen des LIF-Projektes parallel in England und München
dokumentiert.
Alex Pratt ging es um den Hinweis das die für Bedeckungen
vorhandene Technik sich bestens auch für dieses Projekt nutzen
lässt.
Am späten Nachmittag gab es eine Besichtigung der Innenstadt
von Toulouse. Von 1444 bis 1790 war Toulouse Sitz des Parlement de
Toulouse, das für den Großteil
Südfrankreichs zuständig war und dort im Auftrag der
Krone Legislative, Jurisdiktion und Exekutive ausübte.
Das heutige Rathaus nennt sich Capitol. 8 Säulen über
dem Portal stehen für die 8 früheren Stadtteile
(Capitel) deren 8 Bezirksbürgermeister
in dem Gebäude residierten.
Der klassizistische Prachtbau aus dem Jahre 1760 hat eine 135m lange
Schaufront und kann von innen besichtigt werden.
Das Treppenhaus und mehrere Säle wurden im 19Jh
aufwändig ausgemalt.
Die romanische Basilika St-Sernin de Toulouse gehört zu den
schönsten romanischen Kirchen Südfrankreichs
und ist seit 1998 UNESCO-Welterbe.
Saint-Sernin ist die größte erhaltene romanische
Kirche Frankreichs. Ihre Größe ist in ihrer Funktion
als Pilgerkirche begründet. Die Gesamtlänge
beträgt 115 m, die Querhaustiefe 64 m, die Höhe des
Mittelschiffs 21,10 m.
Die Bauzeit liegt zwischen 1077 und 1119. Der erste Bauabschnitt lag im
Osten und ist besonders prächtig.
Der Backsteinbau hat dort Fensternischen aus teuren Haustein. Im Westen
sind die Fenster einfacher gestaltet.
Zum Ende der Bauzeit soll das Geld ausgegangen sein.
Im Chorumgang sind sieben Marmorreliefs aus dem ausgehenden 11.
Jahrhundert zu sehen: die Majestas domini, vier Engel und zwei Apostel.
Es handelt sich um die erste großdimensionale Figurenplastik
der Romanik. Charakteristisch ist die streng frontale Haltung, die
Köpfe sind teilweise im Profil gegeben. Als Vorbilder dienten
gallisch-römische Grabstelen.
Die Wandmalereien waren jahrhundertelang unter weißen
Kalkschichten (Badigeon) aus dem 17. und 19. Jahrhundert verborgen und
wurden ab 1972 wiederfreigelegt.
Das bekannteste und spektakulärste Werk im nördlichen
Querschiff ist der über die gesamte Wandhöhe
verlaufende Freskenzyklus zur Auferstehung Christi aus dem 13 Jh.
Im Chor gibt es noch beeindruckendere Fresken zu denen es aber wenig
Infos gibt.
Sie stammen aus der Zeit um 1520 und wurden im 19Jh. stark
überarbeitet.
Zuletzt wurde auch noch die Kathedrale angesteuert, die bei der Ankunft
schon geschlossen war.
Der gotische Bau ist nie ganz fertig geworden. Zwischen Turm und
Hauptschiff klafft eine Lücke
die mit Teilen des kleineren Vorgängerbaus gefüllt
ist.
Von den Türmen wurde auch nur einer fertig.

Hauptseite