August 2026 - Tag II - ESOP II

Sonntag Morgen wurde über erfolgreich beobachtete
Sternbedeckungen referiert.
Konrad Guhl hatte auf Sardinien einen Treffer beim Asteroiden Didymos
der demnächst von der Raumsonde Hera angesteuert wird.


Björn
Kattentidt berichtete von der erfolgreichen
Beobachtung
einer Bedeckung durch 5368-Vitagliano per Smart-Teleskop.
Eines der Damit-Modelle konnte so ausgeschlossen werden.



An der Vitalingo-Beobachtung hatte auch ich einen Anteil. Das gleiche
gilt
für die Dokumentierung von Mondimpakten bei den Lyriden 2026
über die Alex Pratt berichtete. Mehrere Treffer wurden im
Rahmen des LIF-Projektes parallel in England und München
dokumentiert.




Alex Pratt
ging es um den Hinweis das die für
Bedeckungen
vorhandene Technik sich bestens auch für dieses Projekt nutzen
lässt.
Sven Anderson berichtete über den aktuellen Stand von Sodis:


Die ideale Belichtungszeit war auch ein Thema.

Der eigene Vortrag beschäftigte
sich mit einer
Venus-Sternbedeckung von 1988 und Kleinplanetenmonden
https://www.astrode.de/venus88e.htm
https://www.astrode.de/esop26a.htm
Die nächste ESOP ist in Belgien geplant.

Am späten Nachmittag gab es eine Besichtigung
der Innenstadt
von Toulouse.

Von 1444 bis 1790 war Toulouse Sitz des Parlament de
Toulouse, das für den Großteil
Südfrankreichs zuständig war und dort im Auftrag der
Krone Legislative, Jurisdiktion und Exekutive
ausübte.

Das heutige Rathaus nennt sich Capitol. 8 Säulen über
dem Portal stehen für die 8 früheren Stadtteile
(Capitel) deren 8 Bezirksbürgermeister
in dem Gebäude residierten.

Der klassizistische Prachtbau aus dem Jahre 1760 hat eine 135m lange
Schaufront und kann von innen besichtigt werden.
Das Treppenhaus und mehrere Säle wurden im 19Jh
aufwändig ausgemalt.




Die Wände wurden Ende des 19.Jh. im impressionistischen Stile
ausgemalt.







Der große Sohn der Stadt war der Mathematiker Fermat. Seine
Büste wird von einer Muse angelächelt.

Die
romanische Basilika St-Sernin de Toulouse
gehört zu den
schönsten romanischen Kirchen Südfrankreichs
und ist seit 1998 UNESCO-Welterbe.
Saint-Sernin ist die größte erhaltene romanische
Kirche Frankreichs. Ihre Größe ist in ihrer Funktion
als Pilgerkirche begründet. Die Gesamtlänge
beträgt 115 m, die Querhaustiefe 64 m, die Höhe des
Mittelschiffs 21,10 m.
Die Bauzeit liegt zwischen 1077 und 1119.



Der erste
Bauabschnitt lag im
Osten und ist besonders prächtig.
Der Backsteinbau hat dort Fensternischen aus teuren Haustein. Im Westen
sind die Fenster einfacher gestaltet.
Zum Ende der Bauzeit soll das Geld ausgegangen sein.


Im
Chorumgang sind sieben Marmorreliefs aus dem
ausgehenden 11.
Jahrhundert zu sehen: die Majestas domini, vier Engel und zwei Apostel.
Es handelt sich um die erste großdimensionale Figurenplastik
der Romanik. Charakteristisch ist die streng frontale Haltung, die
Köpfe sind teilweise im Profil gegeben. Als Vorbilder dienten
gallisch-römische Grabstelen.






Die Wandmalereien waren jahrhundertelang unter
weißen
Kalkschichten (Badigeon) aus dem 17. und 19. Jahrhundert verborgen und
wurden ab 1972 wiederfreigelegt.
Das bekannteste und spektakulärste Werk im nördlichen
Querschiff ist der über die gesamte Wandhöhe
verlaufende Freskenzyklus zur Auferstehung Christi aus dem 13 Jh.

Im Chor gibt
es noch beeindruckendere Fresken zu denen
es aber wenig
Infos gibt.
Sie stammen aus der Zeit um 1520 und wurden im 19Jh. stark
überarbeitet.

Sehenswert sind auch ein romanisches Kreuz und eine Statue des
Pestheiligen Rochus.


Zuletzt
wurde auch noch die Kathedrale angesteuert, die
bei der Ankunft
schon geschlossen war.
Der gotische Bau ist nie ganz fertig geworden. Zwischen Turm und
Hauptschiff klafft eine Lücke
die mit Teilen des kleineren Vorgängerbaus gefüllt
ist.

Die Innenstadt von Toulouse hat ihre historische Bausubstanz retten
können. Fast alle Gebäude sind älter als 200
Jahre


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Venus bedeckt einen 4mag Stern 1988
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Kleinplanetenmonde