Spanien August 2026 - Tag 6 - Die Höhlen La Pena  und  Grotto Arbedales

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Die prähistorische Kunst in den Höhlen Nordspaniens entstand überwiegend während des Oberen Paläolithikums, etwa zwischen 35.000 und 13.000 v. Chr. Sie umfasst Malereien, Gravuren und Ritzzeichnungen von Tieren wie Auerochsen, Pferden, Bisons, Hirschen sowie abstrakte Zeichen. Diese Darstellungen bieten Einblicke in sowohl künstlerische Fertigkeiten als auch mögliche soziale und rituelle Praktiken der damaligen Jäger- und Sammlergesellschaften. Die Malereien wurden das erste mal im 19 Jh. in der Die Altamira-Höhle entdeckt. 1985 wurde diese Höhle zum Welterbe der Menschheit erklärt. Mit der zeit fanden sich 17 weitere Höhlen mit Malereien die jedoch hinter der Altamira-Höhle zurückbleiben. Dennoch ist auch diese Höhlenkunst bemerkenswert und wurde in die Welterbeliste aufgenommen.

Die prähistorischen Malereien in den nordspanischen Höhlen sind aufgrund ihrer Anfälligkeit für Klimaschwankungen, Lichteinwirkung und menschliche Präsenz besonders empfindlich. Deshalb sind viele Höhlen nur eingeschränkt oder gar nicht öffentlich zugänglich, um eine Schädigung der Kunstwerke zu verhindern. Bei den wenigen Höhlen die öffentlich zugänglich sind, ist der Zugang begrenzt und erfordert eine mehrmonatige vorherige Anmeldung. Im Umkreis von 3 Stunden Fahrt um unsere Unterkunft gab es 5 erreichbare Höhlen von denen jedoch 2 als wenig spektakulär gelten. Am schönsten ist die Höhle ´Tito Bustillo´ die aber schon ausgebucht war. Es blieben also 2 übrig von denen die nähere die Höhle ´La Peña de Candamo´ gewesen ist. Dort ergatterten wir noch 2 Tickets für die Sonntagsführung um 13 Uhr. Wir hatten geplant zuvor das zugehörige Museum zu besuchen, das schon um 11 geöffnet sein sollte. Bei der Ankunft mussten wir aber feststellen das es dauerhaft geschlossen ist. Im Internet war dass Museum auch als Treffpunkt eingetragen und nun war unklar wo es losgehen sollte. Ein Telefonat klärte die Situation und der Treffpunkt war am Höhleneingang der vom Museum etwa 1 km entfernt ist. Die 2 Stunden wurden für ein ausgedehntes Frühstück genutzt und es wurden in einem darauf spezialisierten Restaurant die obligatorischen Churros verspeist.

In der Höhle ist fotografieren strengstens verboten und man musste am Eingang Kameras und Handys abgeben. Es gab jedoch Plakate und einen Verkaufsstand wo man die Highlights abfotografieren konnte. Die Höhle selbst hat einige schöne Tropfsteine und wäre auch ohne Felsmalereien sehenswert. Der Boden ist uneben und für Kinder und Gehbehinderte ist der Zugang aus guten Grund verboten.

Ein guter Vortrag hat einen Spannungsbogen und steigert sich zum Schluss. Die Führerin kannte diese Vortragsregel und präsentierte zunächst eine große Wand auf der nur wenig zu erkennen war. Dies lag primär daran das die Wand mehrfach übermalt wurde und daher mehrere Tierfiguren in unterschiedlichen Farben übereinander lagen. Im Gewirr der Linien sah man meist nur einige Details wie Augen, Hörner und Geweihe. Um das ganze Tier zu erkennen, war eine genaue Erklärung und etwas Phantasie notwendig. Am Rand der großen Wand waren 2 Mufflons(?) und ein Pferd zu erkennen. Der Höhepunkt war ein gut sichtbares Pferd in einer Nische an der Höhlendecke. Das Pferd war nur von einer bestimmten Position aus zu sichtbar. Die Nische war nicht direkt erreichbar und der steinzeitliche Künstler muss erst aufwändig ein Holzgerüst gebaut haben um diesen Punkt bemalen zu können.

Die Führung dauerte etwa eine Stunde und war um 14 Uhr beendet. Etwa 30 Minuten entfernt gab es mit der ´Grotto Arbedales´ eine weitere Schauhöhle die aber erst um 18 Uhr geöffnet wurde. Die Zwischenzeit wurde mit einer kleinen Wanderung zum Mirador de la Lladera genutzt. Der Aussichtspunkt liegt über einer Flussschleife des Nora-Flusses. Auf den Parkbänken machten wir es uns gemütlich und genossen Wein und Käse.

Pünktlich um 18 Uhr waren wir dann bei der ´Grotto Arbedales´. Dies ist eine Tropfsteinhöhle mit schönen Lichteffekten, aber ohne steinzeitliche Malereien. Stalagmiten und Stalaktiten stehen nicht immer genau übereinander. Ein genauer Beobachter kann daran erkennen, dass hier etwas ´arrangiert´ wurde. Die ´Grotte´ ist aber fraglos ein schönes Nebenziel in der Region. Die Führung war nur auf Spanisch, doch innerhalb einer zufällig teilnehmenden Reisegruppe wurde passend auf Englisch übersetzt.





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